Am 14. Dezember fand in der flämischen Verbindungsagentur in Brüssel (Vleva) eine Konferenz zum Thema der Bildungsprioritäten der bulgarischen Ratspräsidentschaft statt.

Der Vorsitz im Rat der Europäischen Union wird von den EU-Mitgliedstaaten im Turnus wahrgenommen und wechselt alle sechs Monate. Während dieser sechs Monate leitet der Vorsitz die Sitzungen und Tagungen auf allen Ebenen des Rates und sorgt für die Kontinuität der Arbeit der EU im Rat. Gegenwertig hat Estland den Vorsitz, ab dem 1. Januar wird ihn Bulgarien übernehmen und in der zweiten Hälfte des Jahres geht dieser an Österreich.

Es wurde ein Überblick der bulgarischen Vorhaben in Bezug auf eine Verbesserung des Bildungssystems auf europäischer Ebene präsentiert:
- Während der bulgarischen Ratspräsidentschaft wird es vier Prioritäten geben, eine davon ist „die Zukunft von Europa und deren jungen BürgerInnen“. Der Fokus wird in diesem Zusammenhang intensiv auf die Bildung gelegt.
- Erste Konzepte für das Erasmus+ Förderprogramm nach 2020 sollen ausarbeitet werden. Zudem sollen die digitalen Kenntnisse, sei es von Lehrpersonen, als auch von Schülern und Studenten, verbessert werden.
- Die Kernkompetenzen der „Lifelong Learning“ Plattform sollen überarbeitet werden.
- Eine Empfehlung soll vom Rat angenommen werden, in der gemeinsame Werte der Mitgliedsstaaten festgelegt werden, u. a. soll ein Teil auch dem Bildungssystem gewidmet sein.
- Neue Mandate der Arbeitsgruppen des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens, für allgemeine und berufliche Bildung, für die Jahre 2018-2020, sollen angenommen werden.
- In diesem Rahmen werden auch verschiedene Veranstaltungen von der bulgarischen Ratspräsidentschaft organisiert (siehe dazu näher die Power-Point-Präsentation).
- Die österreichische Ratspräsidentschaft wird ebenso miteinbezogen werden und in der zweiten Hälfte des Jahres dieses Programm weiterführen.

Es folgte ein Überblick der (gegenwertigen) estnischen Ratspräsidentschaft zum Thema Bildung auf europäischer Ebene und was in den letzten sechs Monaten dazu erreicht wurde:
- Am 20. November 2017 fand ein Rat der Bildungsminister statt, aus dem einige Schlussfolgerungen hervorgingen, wie etwa die Verbesserung des Schulsystems; dabei soll sowohl die Qualität des Lerninhaltes als auch die Ausbildung der Lehrpersonen verbessert werden.
- Neue Verhandlungen in Bezug zum Europass-Rahmenkonzept wurden mit dem Europäischen Parlament gestartet; es kam zu einer Vereinbarung am 13. Dezember 2017.
- Beim Rat vom 14. Dezember wurden formale Schlussfolgerungen zu Bildung und Kultur angenommen. Dabei sollen folgende Bereiche im europäischen Bildungssystem verstärkt werden: Das Erasmus+ Programm (nach 2020), die europäischen Universitäten, der Sprachenerwerb, die Anerkennung von Qualifizierungen und Kompetenzen im Hochschulwesen und in der Sekundärstufe zwischen den Mitgliedsstaaten.

Es folgten die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation in Bezug auf die Lifelong-Learning Plattform, von einer Fachreferentin der Europäischen Kommission. Dabei kam hervor, dass einige Kernkompetenzen des Programms überarbeitet werden sollen .

 

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