Für viele Jungen Menschen ist der Einstieg in den Arbeitsmarkt problematisch und durch die COVID-19 Pandemie wird für viele von ihnen noch schwieriger.

Die Kommission nutzt diese Gelegenheit um den grünen und den digitalen Wandel fest in der Jugend- und Beschäftigungspolitik zu verankern. Mit dem Aufbauinstrument NextGenerationEU und im Rahmen des künftigen EU-Haushalts hat die Kommission bereits umfangreiche Finanzierungsmöglichkeiten der EU für Jugendbeschäftigung vorgeschlagen. Für die Förderung der Beschäftigung junger Menschen sollten mindestens 22 Mrd. Euro aufgewendet werden.

Neben diesem Instrument hat die Kommission auch eine neue Initiative vorgeschlagen: „Förderung der Jugendbeschäftigung: Eine Brücke ins Arbeitsleben für die nächste Generation“. Das Paket zur Förderung der Jugendbeschäftigung umfasst Aktionsbereiche, die zusammen eine Brücke ins Arbeitsleben für die nächste Generation schlagen: eine gestärkte Jugendgarantie, eine zukunftsfähige berufliche Aus- und Weiterbildung, neue Impulse für die Lehrlingsausbildung und eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen zur Förderung der Jugendbeschäftigung.

Eine Brücke zu Jobs: Ausbau der Jugendgarantie

Die EU hat die Jugendgarantie 2013 ins Leben gerufen und seither mehr als 24 Millionen jungen Menschen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert.

Der Vorschlag der Kommission für eine Empfehlung des Rates zur Brücke ins Arbeitsleben stärkt die Jugendgarantie und weitet ihre Reichweite auf schutzbedürftige junge Menschen in der gesamten EU aus, zu denen nun Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren gehören. Ziel der „Brücke ins Arbeitsleben“ ist es, dass junge Menschen innerhalb von vier Monaten, nachdem sie arbeitslos geworden sind oder die Schule verlassen haben, ein hochwertiges Arbeitsplatz-, Fortbildungs-, Ausbildungsplatz- oder Praktikumsangebot annehmen können. Während dieser vier Monate sollten die Betreffenden auf alle für sie verfügbaren Möglichkeiten hingewiesen und zu einem Angebot hingeführt werden.

In der Mitteilung über die „Brücke ins Arbeitsleben“ wird empfohlen, maßgeschneiderte Aktionspläne zu erstellen und dabei die Präferenzen und die Motivation junger Menschen bei der Vorbereitung auf die Annahme einer der vier Arten von Angeboten zu berücksichtigen. Die Vorbereitung kann Beratungs- und Orientierungsmaßnahmen, die Validierung bestehender Kompetenzen und die Verbesserung bestehender Kompetenzen, einschließlich digitaler Kompetenzen, umfassen.

Die Umsetzung der Initiative “ erfolgt durch gestärkte Partnerschaften (z. B. mit Sozialdiensten und Arbeitgebern). Die Mitgliedstaaten werden ermutigt, eine integrierte Erbringung von Dienstleistungen, z. B. durch zentrale Anlaufstellen anzubieten.

Berufliche Aus- und Weiterbildung

Die COVID-19-Pandemie hat enorme Auswirkungen auf die berufliche Aus- und Weiterbildung, wobei das Lernen am Arbeitsplatz möglicherweise am stärksten betroffen ist. Die wirtschaftliche Erholung von der Krise bietet die Gelegenheit, die Reformen der beruflichen Aus- und Weiterbildungssysteme zu beschleunigen und deren Resilienz zu stärken, insbesondere durch die Digitalisierung der Lernangebote und -methoden und durch eine flexible Anpassung an die sich wandelnden Arbeitsmarkterfordernisse.

Vor diesem Hintergrund hat die Kommission einen Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zur beruflichen Aus- und Weiterbildung vorgelegt, der eine Reihe von Maßnahmen sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene umfasst: die “Kompetenzagenda für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Resilienz”.

Mit der Kompetenzagenda sollen die Kompetenzen in der EU besser an den Bedarf angepasst werden, um die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten und Resilienz aufzubauen. Dies geschieht durch zwölf Maßnahmen:

  1.  Pakt für Kompetenzen,
  2. Verbesserte Erkenntnisse über Kompetenzen,
  3. EU-Förderung von nationalen Weiterbildungsstrategien,
  4. Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zur beruflichen Aus- und Weiterbildung für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Resilienz,
  5. Einrichtung der Europäischen Hochschulen und Weiterbildung von Wissenschaftlern,
  6. Kompetenzen zur Unterstützung des ökologischen und des digitalen Wandels,
  7. Erhöhung der Zahl der Anzahl in MINT-Fächern und Förderung von unternehmerischen und Querschnittskompetenzen,
  8. Kompetenzen für das Leben,
  9. Initiative zu individuellen Lernkonten,
  10. Ein europaweiter Ansatz für Micro-Credentials,
  11. Die neue Europass-Plattform,
  12. Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Mobilisierung von Investitionen der Mitgliedstaaten und privaten Akteuren in Kompetenzen.

Zusätzlich wird die Kommission das Europäische Netz der öffentlichen Arbeitsverwaltungen unterstützen und seine Fähigkeit zum Wissensaustausch ausbauen. Dieses europaweite Netz soll nun einen umfassenden Austausch von Wissen und innovativen Verfahren in Betracht ziehen, um die Kapazitäten der öffentlichen Arbeitsverwaltungen für die Förderung der Jugendbeschäftigung zu stärken. Dazu gehören auch der Ausbau von Partnerschaften mit anderen Interessenträgern und die verstärkte Einbeziehung benachteiligter Jugendlicher. Die Kommission wird auch den Ausbau von Netzen für aufstrebende Jungunternehmer unterstützen. Dabei wird jungen Frauen besondere Aufmerksamkeit gewidmet und die Selbstständigkeit in der digitalen und der ökologischen Wirtschaft gefördert.

Giulia firma web 

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