Vom 8. bis 10. April 2019besuchten die StudentInnen des Euregio Masters in Öffentlicher Verwaltung (EMEPA) im Rahmen einer Studienreise die Gemeinsame Vertretung Tirol-Südtirol-Trentino in Brüssel.

Der Besuch ist Teil des umfangreichen Programms des zweijährigen Studiengangs, der sich an Beamtinnen und Beamte der Verwaltungen der drei Regionen richtet und zusammen von Euregio und den Universitäten Innsbruck, Bozen und Trient organisiert wurde. Ziel des gemeinsamen Ausbildungsprogramms ist es, die Entwicklung einer öffentlichen Verwaltung auf europäischer Ebene in den drei Gebieten zu fördern, wobei der Schwerpunkt auf interkulturellen, gemeinschaftlichen und mehrsprachigen Fragen liegt. Am ersten Durchlauf des Studiengangs nahmen 36 BeamtInnen teil, die innerhalb von zwei Jahren 60 ECTS erwerben müssen.

Ziel des Studienbesuchs war es, die europäische Dimension zu erkunden und sich dabei auf die Zukunft der Kohäsionspolitik, die europäische Forschungs- und Innovationspolitik und die Europawahlen im Mai 2019 im Rahmen eines intensiven dreitägigen Programms zu konzentrieren. Dabei konnten die Kenntnisse der Studierenden über die EU-Institutionen vertieft werden und ihr Wissen in Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gefördert werden. Das Programm inkludierte unter anderem informative Besuche beim Rat, dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission sowie dem Europäischen Ausschuss der Regionen. Vor Ort wurden die StundentInnen von EU-PolitikerInnen in die Arbeit der jeweiligen Institution eingeführt, worauf spannende Gedankenaustausche mit den Vortragenden folgten.

In der EU-Kommission diskutierten sie mit David Müller, Mitglied des Kabinetts von EU-Kommissar Johannes Hahn, über EU-Nachbarschaftspolitik. Im Anschluss besuchten die StudentInnen den Ausschuss der Regionen, wo ihnen Slaven Klobučar, Verwaltungsrat- Direktion der Legislativtätigkeit des AdR- Fachkommission COTER/BUDG- Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ), eine Einführung in den EVTZ gab. Im Europäischen Rat trafen die TeilnehmerInnen der Studienreise Berthold Berger, Leiter der Direktion im Rat der Europäischen Union Umwelt, Bildung, Jugend, audiovisuelle Medien und Sport, mit dem sie die Rolle der einzelnen Institutionen im europäischen Entscheidungsfindungsprozess erörterten.

Darüber hinaus erhielten die StudentInnen im Rahmen ihres Treffens mit Kathrin Maria Rudolf, zuständig für Politikanalyse an der Generaldirektion für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, einen Einblick in die Arbeit von EU-BeamtInnen. In der Gemeinsamen Vertretung Tirol-Südtirol-Trentino thematisierte Markus Warasin, Mitglied des Kabinetts von EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani, in seinem Vortrag die EU-Wahlen 2019, den Mechanismus der SpitzenkandidatInnen, den Brexit sowie die aktuelle Polarisierung der EU. Anschließend wurde die Relevanz der Forschung in Bezug auf den Entscheidungsfindungsprozess und die Politikgestaltung anhand eines Vortrags von Klemen Žumer, Referatsleiter der Generaldirektion Wissenschaftlicher Dienst (EPRS) im EU-Parlament, diskutiert. Am selben Tag erhielten die StudentInnen dank des Vortrags von Lieke van Alphen die Möglichkeit, die Roller der regionalen Vertretungen bei der EU in Brüssel besser verstehen zu lernen. Als leitende Beraterin für Öffentliche EU-Angelegenheiten der Provinz Nord-Brabant- Abteilung für internationale Beziehungen- im Brüssel-Büro  gab sie einen Einblick in ihre Arbeit, indem sie die Zusammenarbeit der Regionalbüros mit den einzelnen EU-Institutionen beschrieb, was der Arbeit der Gemeinsamen Vertretung ähnelt. Schließlich hatten die StudentInnen die Chance, das Europäische Parlament zu besuchen.

Die in der europäischen Hauptstadt gesammelten Erfahrungen förderten das Verständnis der Mitglieder der drei Regionen für den Austausch und den Vergleich.

 

 

    

  



 

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