Die Europäische Kommission hat heute ihren Vorschlag für eine Verordnung für das nächste Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizont Europa, veröffentlicht. Die Programmstruktur bleibt dreigliedrig und die Pfeiler, auf denen sich das Programm stützt, sind: Offene Wissenschaft, globale Herausforderungen, und industrielle Wettbewerbsfähigkeit und offene Innovation.
Die Struktur des Programms wird wie folgt beschrieben:
"Der erste Pfeiler "Offene Wissenschaft" wird eine starke Kontinuität mit Horizont 2020 gewährleisten, indem sie exzellente Wissenschaft im Rahmen eines Bottom-up-Ansatzes unterstützt, um die wissenschaftliche Führungsrolle der Union sowie die Entwicklung hochwertiger Kenntnisse und Fähigkeiten durch den Europäischen Forschungsrat, die Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen und den Forschungsinfrastrukturen zu stärken. Die Grundsätze und Praktiken der offenen Wissenschaft werden im gesamten Programm berücksichtigt.
Der zweite Pfeiler "Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit" wird die gesellschaftlichen Herausforderungen und industriellen Technologien in einem stärker von oben nach unten gerichteten Ansatz vorantreiben, der sich mit den Herausforderungen und Chancen der Union und der globalen Politik und Wettbewerbsfähigkeit befasst. Diese sind in fünf Cluster integriert ("Gesundheit"; "integrative und sichere Gesellschaft"; "Digital und Industrie"; "Klima, Energie und Mobilität"; und "Ernährung und natürliche Ressourcen"), die mit den Prioritäten der Union und der globalen Politik (Ziele der nachhaltigen Entwicklung) in Einklang stehen, wobei Kooperation und Wettbewerbsfähigkeit Schlüsselfaktoren sind. Die Integration in Clustern mit jeweils mehreren Interventionsbereichen soll Anreize für eine interdisziplinäre, sektorenübergreifende, politikübergreifende und internationale Zusammenarbeit schaffen und damit eine höhere Wirkung erzielen und das große Innovationspotenzial an der Schnittstelle von Disziplinen und Sektoren besser ausschöpfen.
Neben den regelmäßigen Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen wird eine begrenzte Anzahl von gut sichtbaren „missions“ eingeführt. Diese werden im Rahmen eines strategischen Planungsprozesses konzipiert. Die „missions“ verfolgen ehrgeizige, aber zeitgebundene und erreichbare Ziele. Sie sollten die Öffentlichkeit ansprechen und sie gegebenenfalls miteinbeziehen. Sie werden gemeinsam mit den Mitgliedstaaten, dem Europäischen Parlament, den Interessengruppen und den Bürgern konzipiert.
Der zweite Pfeiler verkörpert die wesentliche Rolle der Industrie bei der Verwirklichung aller Ziele des Programms. Der zweite Pfeiler wird auch wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Unterstützung für die Politik der Union liefern, unter anderem durch die Tätigkeiten der Gemeinsamen Forschungsstelle. Dieser Pfeiler wird zur Verwirklichung der politischen Ziele der Union im Geiste des Innovationsprinzips beitragen, wie es in der Mitteilung der Europäischen Kommission vom 15. Mai 2018 - Eine erneuerte Europäische Agenda für Forschung und Innovation - Europas Chance, seine Zukunft zu gestalten - vorgeschlagen wurde. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Erhöhung der Beteiligung von Einrichtungen aus Drittländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen an Forschung und Finanzierung gewidmet werden.
Die Innovation wird im gesamten Programm unterstützt. Der dritte Pfeiler "Offene Innovation" wird sich im Wesentlichen darauf konzentrieren, durch die Einrichtung eines Europäischen Innovationsrates, den Durchbruch zu beschleunigen und marktwirtschaftliche Innovationen zu schaffen, die europäischen Innovations-Ökosysteme zu stärken und das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (ETI) weiterhin zu unterstützen. Der Europäische Innovationsrat wird den potentiellen Innovatoren eine zentrale Anlaufstelle bieten. Die Aktivitäten werden hauptsächlich von unten nach oben definiert. Dies dürfte die derzeitige Unterstützung erheblich vereinfachen und die Lücke zwischen der Zuschussfinanzierung in anderen Bereichen von Horizon Europe und den Finanzinstrumenten von InvestEU schließen. Gefördert wird auch die Zusammenarbeit mit und zwischen nationalen und regionalen Innovationsagenturen, aber auch mit allen anderen öffentlichen oder privaten und allgemeinen oder sektoralen Akteuren der europäischen Innovationslandschaft."

 

horizon europe

Für weitere Informationen: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-18-4041_de.htm

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