Am 13. Dezember fand ein Informationstag zu dem Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission 2018-2020 „Smart, green and integrated transport“ statt. Das Ziel der Veranstaltung war es, die verschiedenen Aufrufe, sog. „Calls“, für das Horizon 2020 Förderprogramm zu erläutern und die Fragen der Teilnehmenden zu beantworten. Darüber hinaus konnten jederzeit Fragen eingesendet werden, die dann innerhalb einiger Tage von Experten der Kommission beantwortet werden.


Für den Bereich Transport stehen in den kommenden zwei Jahren zwischen 298 und 945 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei gibt es drei unterschiedliche Calls, die sich wiederum in 21 Themen einteilen lassen.
Diese drei Calls sind: Mobilität und Wachstum (Mobility for Growth - MG), automatisierter Transport auf Straße (Automated Road Transport – ART) und umweltfreundliche Fahrzeuge (Green Vehicles - GV).
Die Kommission möchte durch diese Förderprogramme Anreize für Projekte schaffen, die sich mit Kernproblemen auseinandersetzen, wie etwa Umweltverschmutzung, Emissionen, Klimaauswirkungen, Ölabhängigkeit, Energieeffizienz, Sicherheit im Transport und Verkehr sowie Standardisierung von Leistungen, Gütern und Verfahren.
Mobilität und Wachstum, automatisierter Transport auf Straße und umweltfreundliche Fahrzeuge
Der erste Call, Mobilität und Wachstum, ist demnach der größte, mit mehreren Teilen und 17 Unterthematiken. Die Ziele des ersten Teils sind folgende: die Emissionen zu verringern, die Mobilität allgemein zu beruhigen (sei es für den Personen- als auch den Gütertransport), Instrumente zu entwickeln, die den Transport überwachen und analysieren, um daraus innovative Lösungen für eine Verringerung zu finden sowie intermodale Lösungen für den Verkehr und Transport zu finden, v. a. in städtischen Gebieten.
Im zweiten Teil stehen Themen im Mittelpunkt, wie die Transportsicherheit und das Streben nach der „Vision von null Verkehrstoten“. Dabei werden Projekte gefördert, die sich sei es mit der Verkehrssicherheit im Personen- und Gütertransport auseinandersetzen, als auch mit dem Verkehr auf Straße, Schiene und See. Es gibt auch ein spezifisches Förderprogramm, welches mit der Absicht entstand, zukünftige Unglücke, wie etwa das des Costa-Concordia-Schiffes, in Zukunft zu vermeiden.
Weitere Förderprogramme setzen sich mit der Sicherheit im Flugverkehr auseinander und der Modernisierung des Verkehrstransportes, andere wiederum mit der Flugtauglichkeit von Drohnen.
Im dritten Teil werden Projekte gefördert, die sich mit der innovativen Entwicklung von Schiffen und Kraftfahrzeugen beschäftigen.
Der zweite Call - automatisierter Transport, beinhaltet zwei Themen, die sich mit den Prüfungs- und Validierungsprozeduren sowie der mit der Beurteilung von Auswirkungen, Nutzen und Kosten von automatisierten Fahrzeugen auseinandersetzen.
Der dritte Call - umweltfreundliche Fahrzeuge, wurde mit dem Kerngedanken von der Kommission entwickelt, Europa auf eine potenzielle Masseneinführung von Elektrofahrzeugen vorzubereiten und fördert demnach unterschiedliche Projekte, die Lösungen dafür anbieten.

Für weitere Informationen:
Work Programme 2018-2020, 11. Smart, green and integrated transport:  http://ec.europa.eu/research/participants/data/ref/h2020/wp/2018-2020/main/h2020-wp1820-transport_en.pdf.

Informationen zu der Veranstaltung: https://ec.europa.eu/inea/en/news-events/events/horizon-2020-transport-info-day , https://ec.europa.eu/inea/sites/inea/files/h2020_transport_info_day_presentations_2018.pdf

 

Tags: EU Fundingmobility deSouth Tyrol