Das “Europe for Citizens” Programm 2014-2020 fördert das Wissen über die gemeinsame Geschichte Europas und unterstützt die verantwortliche, demokratische bürgerliche Partizipation sowie das Gefühl, zur EU zu gehören. Das Programm besteht aus zwei Strängen: 1. Europäisches Andenken und 2. Demokratisches Engagement und Bürgerbeteiligung.
Die Antragsteller sollten Projekte entwickeln, die den allgemeinen und spezifischen Zielen des Programms „Europe for Citizens“ entsprechen und zugleich auf die spezifischen Prioritäten ausgerichtet sind, die von der Kommission nach Anhörung des Programmausschusses sowie der in der Gruppe für den zivilen Dialog vertretenen Interessengruppen des Programms festgelegt wurden.


Je nach Antragsjahr kommen im Zeitraum 2018-2020 die folgenden Gedenkanlässe für Projekte in Betracht:

  • 2018: 1918—Ende des Ersten Weltkriegs – der Aufstieg von Nationalstaaten und die verpasste Chance auf Zusammenarbeit und friedliche Koexistenz in Europa; 1938/1939 - Beginn des Zweiten Weltkriegs, 1948 Beginn des Kalten Krieges; 1948 Der Haager Kongress und die europäische Integration.
  • 2019: 1979 - Wahlen zum Europäischen Parlament – außerdem 40-jähriges Jubiläum der ersten Direktwahl des EP; 1989 - Demokratische Revolutionen in Mittel- und Osteuropa und Fall der Berliner Mauer; 2004 - 15-jähriges Jubiläum der EU-Osterweiterung.
  • 2020: 1950 - Erklärung von Robert Schuman; 1990 - Deutschlands Wiedervereinigung; 2000 Verkündung der Charta der Grundrechte der Europäischen Union.

Eine mittelfristige Bewertung des Programms, die den Zeitraum 2014-2016 abdeckt, wurde von der Europäischen Kommission weitergebracht, um zu bewerten, ob das Programm auf dem richtigen Weg ist.
Das Budget für das Programm für den Zeitraum 2014-2020 beträgt 187,7 Millionen EUR, von denen 67 Millionen ausgegeben worden sind. Das Programm wird vorrangig durch projektbasierte maßnahmenbezogene Finanzhilfe und Betriebskostenzuschüsse implementiert.
Das Programm ist stark überzeichnet. Die Anträge übersteigen die finanzierten Projekte in einem Verhältnis von circa 6 zu 1. Viele Projekte hoher Qualität können nicht finanziert werden. Die Länder mit der größten Anzahl an federführenden Begünstigten sind Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien und die Slowakei mit den vier mittel- und osteuropäischen Ländern auf dieser Liste, die verhältnismäßig zu ihrer Bevölkerung unverhältnismäßig repräsentiert sind. Gleichzeitig sind Spanien und das Vereinigte Königreich verhältnismäßig unterrepräsentiert.
In der Halbzeitbewertung wurden Empfehlungen für zwei unterschiedliche Zeitpläne formuliert:
1. zur Ausführung innerhalb der laufenden Programmperiode; und
2. zur Implementierung für die nächste Programmperiode.

In Bezug auf die Umsetzung des aktuellen Programms wurden unter anderen die folgenden Priorität identifiziert:
den Städtepartner-schaftsprogrammen Vorzug geben, die integrierte Pläne für nachhaltige Ergebnisse haben,
den Anträgen Vorzug geben, die Projekte auf ein Kontinuum legen, das die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erkennt, ungeachtet dessen, ob sie sich auf Strang 1 oder 2 bewerben,
Den Projekten Vorzug geben, in denen Bürger aktive und engagierte Teilnehmer sind anstatt passive Begünstigte einer Aktivität,
Verbesserung der Transparenz des Auswahlverfahrens, einschließlich Informationen zum Bewertungsprozess und des Feedbacks pro Vergabekriterium an abgewiesene Antragsteller,
Prüfung des Eigenkapitals des Pauschalbetragsansatzes im Vorgriff auf das nächste Programm angesichts der Lebenshaltungskosten und Entfernungen, die abzudecken sind, um Projektpartner zu treffen.

Empfehlungen für die nächste Programmperiode:

  • Fortsetzung des Europe for Citizens Programms.
  • Die allgemeinen und spezifischen Ziele unverändert lassen.
  • Etablierung einer strukturierteren Kooperation zwischen Europe for Citizens, den Rechten, Gleichstellungs- und Staatsbürgerschafts-programm, Creative Europe und Erasmus+, um den Dialog zu künftigen Politikentwicklungen, die
  • Auswirkungen auf das Programm haben, zu vereinfachen und um das Potenzial für Synergien auf zentraler und nationaler Ebene zu maximieren, einschließlich zwischen nationaler Kontaktstellen, nationaler Erasmus+ Agenturen und Kreatives Europa Desks.
  • Sicherstellung, dass Projekte klar auf einem Kontinuum aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft liegen, während erkannt wird, dass zivilgesellschaftliche Organisationen mit Spezialisierung in Andenken dazu neigen, sich von den Organisationen, die sich auf aktive Staatsbürgerschaft spezialisieren, zu unterscheiden.
  • Verschmelzung der Städtepartnerschafts- und Städtenetzwerkaktivitäten, Erlaubnis von Städtepartnerschaften, aber Präferenz von Netzwerken von drei oder mehr Städten und Projekten mit Plänen für Nachhaltigkeit.
    Erkennung der Herausforderungen, denen die EU gegenübersteht, wodurch das Programm die Erhöhung des Budgets wohl wichtiger denn je zuvor macht, um eine größere Anzahl von Bürgern zu erreichen.
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