Am 12. Oktober 2017 veranstaltete die Vertretung der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino das Seminar "Beschleunigung der Energieeffizienz in Gebäuden in Europa", das von ICLEI, dem Außenamt Brüssel der Autonomen Provinz Bozen und dem Außenamt für die Beziehungen zur EU der Autonomen Provinz von Trient organisiert wurde.

Das Seminar brachte Referenten und Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Regionen zusammen, die die gemeinsamen Herausforderungen diskutierten, mit denen die regionalen Verwaltungen konfrontiert sind, um die Entwicklung der Energieeffizienz von Gebäuden zu erhöhen.

Der Europaabgeordnete Herbert Dorfmann eröffnete das Seminar mit dem Hinweis, dass die Gebäude in Europa für 40% des Energieverbrauchs und 36% der CO2-Emissionen verantwortlich sind. Durch die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden in Europa könnte die EU ihren Gesamtenergieverbrauch um 5-6% senken und die CO2-Emissionen um etwa 5% senken.

Die Vertreter der regionalen und lokalen Gebietskörperschaften illustrierten dann die immanenten Herausforderungen der Förderung der Energetischen Erneuerung von Gebäuden mittels Hervorhebung der Praxisbeispiele im lokalen Kontext. Viele von ihnen haben sich darüber beschwert, dass der Umstrukturierungsprozess als zu aufdringlich angesehen wird, und dass Gebäudeeigentümer es oft vorziehen, höhere Energiekosten zu übernehmen, als die notwendige Schritte, die zur Steigerung der Energieeffizienz ihrer Wohnungen erforderlich sind, zu unternehmen. Ein weiterer kritischer Punkt ist, dass die Rentabilität der Investionen in diesem Bereich ziemlich langfristig ist und dies macht diesen Sektor für Anleger unattraktiv, die gewöhnlich kurzfristige Renditen bevorzugen.

 

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Ulrich Klammsteiner, stellvertretender Direktor und technischer Leiter der KlimaHaus / CasaClima Energieagentur der Autonomen Provinz Bozen betonte die Notwendigkeit, Null-Energie-Gebäude als "Nullproblem-Gebäude" zu fördern , und dabei ihre positive Wirkung, die diese auf unsere Lebensqualität haben, zu unterstreichen.

Silvia Debiasi von der Agentur für Wasserressourcen und Energie (APRIE) in Trient teilte die Erfahrungen der Autonomen Provinz Trient mit einigen Schlüsselprojekten und -initiativen wie die Förderung zur Energieanpassung von Eigentumswohnungen, die in diesem Jahr voraussichtlich ein Investitionsvolumen von rund 130 Mio. EUR mobilisiern wird, und das vom INTERREG Europacon-Programm kofinanzierte Projekt "FINERPOL". In diesem Projekt ist das Ziel der Autonomen Provinz Trient einige wiederherzustellende Gebäude unter Anwendung von innovativen Finanzierungsinstrumenten für Interventionen zu identifizieren, wobei die Hebelwirkung auf private Investitionen maximiert wird, indem die finanziellen Kosten der Transaktion gesenkt werden.

Experten und Projektmanager verschiedener Organisationen beendeten das Seminar, indem sie eigene Erfahrungen mit Investorenverhalten einbrachten. Die Berichterstatter waren sich letztendlich einig, dass es keine einheitliche Lösung für alle gibt und wie der Erfolg einer tiefen Umstrukturierung in ganz Europa mit einer Gesamtheit von Maßnahmen wie die Umsetzung von technischen und steuerrechtlichen Regelungen, die die Umstrukturierungen und Teilnahmeprozesse innerhalb der lokalen Gemeinschaften fördern und die die wirtschaftlichen und sozialen Vorteile der Umstrukturierung erkennen lassen, abhängt.

Die Veranstaltung wurde vom EU-finanzierten ABRACADABRA-Projekt, von ICLEI und dem Building Efficiency Accelerator unterstützt.

 

PPT Präsentation - KlimaHaus/CasaClima

PPT Präsentation - APRIE

 

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