Am Dienstag, den 17. Oktober fand die letzte Konferenz der Iniziative "Konferenz um die Mittagszeit", die vom Außenamt für die Beziehungen zur Europäischen Union der Autonomen Provinz Trient in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Expertenausschuss der italienischen Delegierten in den EU-Institutionen (CLENAD Italien) gefördert wurde, statt.
Die Anfang 2017 gestartete erfolgreiche Zusammenarbeit soll Einblicke in Fragen von europäischer Relevanz ermöglichen und im Interesse der Provinzverwaltung stehen, betonte die Leiterin des Außenamtes Valeria Liverini.
In diesem Zusammenhang dankte Giacomo Luciani, Mitglied des CLENAD-Vorstands, der Autonomen Provinz Trient für diese Gelegenheit und hofft, dass diese Zusammenarbeit angesichts der hervorragenden Ergebnisse fortgesetzt wird.

 

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Frau Maltagliati, delegierte nationale Sachverständige in der Generaldirektion für Forschung und Innovation der EU-Kommission (Einheit F2, Biobasierte Produkte und Verfahren), definierte zunächst den Begriff Bioökonomie und unterstrich, dass dieser Sektor heute 13% des BIP der EU ausmacht, was einen erheblichen sozialen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen für etwa 19 Millionen Menschen entspricht. Die Bedeutung der Bioökonomie wurde von der Europäischen Kommission in der "Bioökonomie-Strategie 2012" anerkannt. Das Ziel ist, die europäische Wirtschaft auf eine effiziente und nachhaltige Nutzung erneuerbarer Ressourcen im Hinblick auf die steigende Weltbevölkerung zu lenken, die EU- Abhängigkeit von fossilen Ressourcen zu verringern und die Erschöpfung von natürlichen Ressourcen und den Klimawandel zu bekämpfen. Die Bioökonomie-Strategie 2012 sieht einen übergreifenden Aktionsplan für verschiedene Politiken und die Zunahme von Biomärkten unter Einbeziehung des Privatsektors vor. Das Programm Horizont 2020 widmet sich im Teil III "gesellschaftlichen Herausforderungen" verschiedenen sozialen Herausforderungen der Bioökonomie (SC 2, SC 3, SC 5) und hat Projekte wie Ecoprolive, Agrocycle und andere finanziert. Besondere Erwähnung findet hier auch das Unternehmen "Bio Based Industries Joint Undertaking", eine öffentlich-private Partnerschaft mit einem Budget von 3,7 Milliarden Euro.
Silvia Maltagliati kündigte an, dass vom 14. bis 17. November 2017 in Brüssel die Bioökonomie-Woche stattfinden wird. Bei dieser Gelegenheit wird auch der Infoday zu Horizon 2020-Aufrufen in Bezug auf die Societal Challenge 2 veranstaltet.


Was Italien betrifft, wurde die nationale Strategie für die Bioökonomie i im April 2017 in vier Prioritäten offiziell verabschiedet: nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, ein nachhaltiger und wettbewerbsfähiger Agrar- und Ernährungssektor für eine sichere und gesunde Ernährung, Bio-Industrien, lebende marine und marine Ressourcen und eine maritime Bioökonomie. Hierzu wurde auf die Einrichtung einer ständigen Vertretung der italienischen Regionen zur Unterstützung des Grünen Chemie-Cluster (SPRING) hingewiesen.


Am Ende der Konferenz berichtete Silvia Maltagliati, dass eine Expertengruppe der EU-Kommission an einer neuen Bioökonomie-Strategie arbeitet. Dieses Dokument wird Gegenstand einer öffentlichen Konsultation sein, und innerhalb des Jahres 2018 veröffentlicht werden.

 

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