Am Mittwoch, den 31. Mai, wurde die zweite "Mittagskonferenz" bei der Vertretung der Europäischen Region Tirol - Südtirol - Trentino gehalten. Im Laufe des Jahres 2017 werden vier Mittagskonferenzen dank der Zusammenarbeit zwischen der Autonomen Provinz Trient und CLENAD Italien, die italienische Sektion der Organisation von abgeordneten nationalen Sachverständigern (ANS) bei den europäischen Einrichtungen, veranstaltet.

Die Leitung von Annamaria Zonno, abgeordneter nationaler Sachverständige bei der Europäischen Kommission, GD Forschung und Innovation, Referat B5, konzentrierte sich auf das Thema "H2020 - Spreading Excellence and Widening Participation: Twinning and COST". "Spreading Excellence and Widening Participation" ist das Teil des Horizon2020 Programms, das darauf abzielt, im Bereich Forschung und Innovation Exzellenz zu verbreiten und Beteiligung zu erweitern. Sein Ziel besteht darin, die Forschungskapazitäten und Vernetzungsfähigkeiten der Institutionen aus "widening" Ländern zu stärken. "Widening" Länder sind EU-Mitgliedstaaten und assoziierte Staaten, die in diesem Bereich eine geringere Leistung als der europäischen Durchschnitt haben (Bulgarien, Kroatien, Zypern, Estland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn; Albanien, Bosnien und Herzegowina, Färöer, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Serbien, Türkei und Ukraine).

"Twinning", das unter "Spreading Excellence and Widening Participation" fällt, hat das übergeordnete Ziel, ein bestimmtes Forschungsgebiet einer Universität oder einer Forschungseinrichtung aus einem "widening" Land durch die Zusammenarbeit mit mindestens zwei führenden internationalen Instituten aus anderen Mitgliedstaaten zu verstärken. Mit einem jährlichen Budget von etwa 20 Mio. Euro unterstützt diese Aktion verschiedene Aktivitäten wie kurzfristiger Austausch von Personal, Besuche von Experten und kurzfristigen Schulungen, Workshops und die Teilnahme an Konferenzen. Projekte bis zu einer Million Euro und mit einer Höchstdauer von drei Jahren können bis zum 15. November 2017 eingereicht werden. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:

http://ec.europa.eu/research/participants/portal/desktop/en/opportunities/h2020/topics/widespread-05-2017.html.

Das Programm "COST", European Cooperation in Science and Technology, ist das älteste und erweiterte europäische Regierungsprogramm für die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technik. Es wird zur Zeit von den Teilnehmerstaaten (50%) und Horizon2020 (50%) finanziert und es von COST Assoziation verwaltet. Eines der wichtigsten Merkmale des Programms, das 36 Länder umfasst, besteht darin, offen für alle wissenschaftlichen und technologischen Bereichen und für jeden Forscher des Privatsektors, von Universitäten oder Forschungszentren zu sein. Dieses Programm wird durch Maßnahmen umgesetzt, deren Hauptziel es ist, die Vernetzungsfähigkeiten der Teilnehmer, mindestens 5 Partner aus 5 verschiedenen Ländern, durch die folgenden Aktivitäten zu verstärken: Workshops, Konferenzen, Ausbildungsstätten, Kurzaufenthalte von Wissenschaftlern und Verbreitungsmaßnahmen. Die Aktionen erhalten eine jährliche Unterstützung von 130 Tausend Euro und haben eine vierjährige Dauer. Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Teilnahme: Neben der Möglichkeit, zu jeder Zeit neue Vorschläge einzubringen, welche im Frühling oder im Herbst bewertet werden, ist es auch möglich, sich an vorhandenen Aktionen zu beteiligen oder Experte zu werden. Weitere Informationen stehen unter folgendem Link zur Verfügung: http://www.cost.eu/participate/open_call.

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